- 17.01.2007 - Milliarden für die medizinische Forschung
Die EU startet das 7. Forschungsrahmenprogramm
Am 15. und 16. Januar präsentierten Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft vor 1500 Gästen in Bonn das weltweit größte Programm in der Forschungsförderung. Das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm ist Anfang des Monats gestartet und läuft bis Ende 2013. Mit einem Gesamthaushalt von 54,4 Milliarden Euro unterstützt die Europäische Union die Forschungstätigkeit und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Universitäten, Wissenschaftszentren und Industrie. Gesundheit bildet mit einem Budget... [mehr]
- 10.01.2007 - Gesundheitsreform: Widerstand der Länder
Neuer Streit verzögert die Verabschiedung des GKV-Wettbewerbs-Stärkungsgesetzes
Obwohl sich die Regierungskoalition nach zähem Ringen auf eine Reform des Gesundheitswesens geeinigt hat, geht der Streit weiter. Querschüsse kommen nicht nur von der Opposition, sondern neuerdings auch aus dem Bundesrat. Mehrere Bundesländer haben zahlreiche Änderungsanträge zur Gesundheitsreform eingebracht. Damit verzögert sich der Zeitplan zur Verabschiedung des Reformgesetzes, das am 1. April in Kraft treten soll. Die für Mitte Januar geplante Abstimmung im Bundestag wurde erst einmal auf den... [mehr]
- 11.12.2006 - Die Testphase der Gesundheitskarte beginnt
Tests für elektronische Gesundheitskarte
Mit einem Jahr Verzögerung beginnt heute in Schleswig-Holstein die Erprobung der elektronischen Gesundheitskarte. In Flensburg erhalten jeweils 10.000 Bürger die neue Chipkarte mit Lichtbild, um deren Praxistauglichkeit zu testen. An diesem Großversuch sind außerdem jeweils 25 Ärzte und zwei Krankenhäuser beteiligt. Auf den Gesundheitskarten sind zunächst nur die darauf enthaltenen Krankenversicherten-Daten lesbar. Ab 2007 werden schrittweise weitere Funktionen, wie etwa das elektronische Rezept... [mehr]
- 10.11.2006 - Gesundheitsreform: Mehr Wettbewerb?
Wahlfreiheit oder Einstieg in die Staatsmedizin
Gegen den erbitterten Widerstand der Krankenkassen, Ärzteverbände und anderer Lobbyisten hat die Bundesregierung am 25. Oktober 2006 die Reform des Gesundheitssystems beschlossen. Wesentliche Änderungen sind nicht mehr zu erwarten, die Zustimmung des Bundesrates gilt als sicher. Damit könnte das neue Gesetz, das den Wettbewerb im deutschen Gesundheitswesen fördern soll, am 1. April 2007 in Kraft treten.Doch genau an diesem Punkt beginnt der Streit. Kritiker werfen der Bundesregierung vor, den staatlichen... [mehr]
- 13.09.2006 - Gutes Entlassungs-Management sichert die post-stationäre Nachsorge
Führt das DRG-System zur vorzeitigen Entlassung von Patienten?
Führt das DRG-System zur vorzeitigen Entlassung von Patienten? Seitdem die Krankenhäuser pro Patient nur noch eine Fallpauschale erhalten, häufen sich Klagen darüber, dass Patienten zu früh in die hausärztliche Nachsorge oder zur Reha-Behandlung geschickt werden. Schon 2002 bewies eine im British Medical Journal veröffentlichte Studie, dass Patienten, die passend zum Wochenende entlassen wurden, überproportional häufig wiederaufgenommen werden mussten – der berühmte Drehtür-Effekt. Zu ähnlichen... [mehr]
- 03.07.2006 - Gesundheitsreform: Einstieg in den System-Umbau
Wird das Gesundheitswesen zukünftig mit Steuermitteln finanziert?
Die Bundesregierung hat ihr Ziel, noch vor der Sommerpause die Gesundheitsreform zu beschließen, erreicht. Gestern trafen sich die Spitzen der Regierungsparteien, um nach wochenlangem Streit die wesentlichen Eckpunkte festzulegen.Eine große Strukturreform steht dem Bürger jedoch nicht bevor. Zwar herrschte über die Ziele der Gesundheitsreform parteiübergreifend Einigkeit: - Die medizinische Versorgung der immer älter werdenden Bevölkerung soll finanziell sichergestellt werden. - Für die Unternehmer... [mehr]
- 23.06.2006 - Mobiltelefone im Krankenhaus: Keep your distance?
Handy-Verbot in Krankenhäusern unnötig - Störungen der Klinik-Elektronik kaum möglich
Für Handy-Verbote in Krankenhäusern gibt es aus wissenschaftlicher Sicht kaum eine Begründung. Bereits in einem Meter Abstand stören Mobiltelefone elektronische Klinikgeräte nicht mehr, so zwei unabhängig voneinander entstandene Studien der amerikanischen Mayo-Klinik und der Universität Gießen. In der Klinik der medizinischen Hochschule Hannover wurde das Handyverbot bereits aufgehoben. Kritiker vermuten schon länger, dass das Verbot eher dem Zweck dient, die Festnetztelefone der Kliniken auszulasten,... [mehr]
- 24.05.2006 - Neue Geschäftsfelder in der Medizin
Der Export von Gesundheits-Dienstleistungen lohnt sich auch für deutsche Krankenhäuser
Während viele DRG-geplagte Krankenhäuser gegen die Insolvenz kämpfen, ist man im Universitätskrankenhaus Eppendorf überzeugt, die Talsohle durchschritten zu haben und ab 2009 mit einem ausgeglichenen Budget wirtschaften zu können. Die bei der Reorganisation des Krankenhauses bewiesene unternehmerische Kompetenz will der Vorstandsvorsitzende Professor Jörg Debatin nun sogar exportieren. Da Erfahrung im Klinik-Management international gefragt ist, wurde im März 2006 die UKE Consult- und Management... [mehr]
- 16.04.2006 - Duale Krankenhaus-Finanzierung am Ende?
Krankenhäuser leiden unter dem Rückgang der staatlichen Förderung
"Investitionsstau bedeutet Innovationsstau" - mit diesen Worten beschreibt Irmtraut Gürkan, kaufmännische Leiterin des Uniklinik Heidelberg, das Dilemma ihrer Branche. Obwohl viele Krankenhäuser durch die DRG-Einführung schon in die roten Zahlen geraten sind, erfordert der Zwang zur Wirtschaftlichkeit in den nächsten Jahren umfangreiche Investitionen. Zwei Drittel der Krankenhäuser geben an, dass zur Optimierung der Betriebsabläufe neue Klinkbauten errichtet oder medizintechnische Geräte angeschafft... [mehr]
- 20.01.2006 - HTA: Hilfe für Entscheidungsträger
HTA –Berichte sind ein Qualitätsmanagement-Instrument
Wie schon der Name verrät, wurde Health Technology Assessment (HTA) im englischsprachigen Raum entwickelt und in den USA und Schweden zuerst eingesetzt. Als Qualitätsmanagement-Instrument dienen HTA -Berichte seit den 70-er Jahren zur Entscheidungsfindung mit dem Ziel, unter Experten und Betroffenen von medizinischen Prozessen einen Konsens herzustellen. Primär geht es um die Beurteilung (engl. Assessment) von Health Technology. Gemeint ist Medizin-Technologie im Sinne von Arzneimitteln, Medizinprodukten,... [mehr]
- 27.12.2005 - Ärzte wandern aus
Ärzte: Arbeiten & Karriere im Ausland
Angesichts schrumpfender Honorartöpfe und langer Arbeitszeiten hält die Abwanderung deutscher Ärzte ins Ausland an. Aber auch in Deutschland gibt es Abwanderungstendenzen: viele ostdeutsche Mediziner ziehen lieber in den Westen. Grund dafür ist das Wohlstands- und Einkommensgefälle. Da die Bezahlung in den neuen Bundesländern unter dem westlichen Niveau liegt, bleiben in Krankenhäusern und Arztpraxen immer mehr Stellen unbesetzt. [mehr]
- 04.11.2005 - Cluster-Bildung im Gesundheitswesen
Netzwerke als Antwort auf die Globalisierung
In der globalisierten Welt stehen nationale Gesundheitswesen vor neuen Herausforderungen. Veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen schränken den Sozialstaat und damit die Finanzierung des Gesundheitswesens ein. Sind Netzwerke ein Ausweg aus der Krise?Nach dem Konzept der Network-Society von Manuel Castells (Prof. für Soziologie in Berkeley, USA) ist die globalisierte Welt durch widerstrebende Kräfte bestimmt. Politische, gesellschaftliche und private Institutionen passten sich dieser Entwicklung... [mehr]
- 24.10.2005 - Pflegeberufe bieten Zukunft für junge Menschen mit Herz und Verstand
Ausbildungsreform öffnet FH-Studium für Realschul-Absolventen - auf Feinheiten achten
„Pflegeberufe sind in der Öffentlichkeit völlig unterbewertet“, sagt Klara Schäfer. Die 23-Jährige steht kurz vor ihrem Examen zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Nicht nur in den strukturschwachen Regionen der Republik bieten die Berufe der Gesundheits- und Krankenpflege eine Perspektive für junge Menschen, die Wert auf eine Ausbildung mit ausgeprägten Möglichkeiten zur beruflichen Fort- und Weiterbildung legen. „Krankenschwester, Krankenpfleger, Krankenpflegehelfer, waren bislang Berufe, die... [mehr]
- 07.10.2005 - DRG-Anpassung mit Hindernissen
Konvergenz und Landes-Basisfallwerte
Auf dem 1. Gesundheitswirtschaftskongress im September kritisierte der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Austermann die Uneinheitlichkeit der Landes-Basisfallwerte für die Krankenhäuser. In einer Untersuchung hatte man nämlich festgestellt, dass die Kliniken Schleswig-Holsteins finanziell besser ausgestattet wären, würde für sie der Landes-Basisfallwert (LBFW) von Hamburg gelten.Am 6. Oktober forderte der Verband der Klinikdirektoren (VKD) eine bundeseinheitliche Krankenhausvergütung und... [mehr]
- 04.10.2005 - Gesundheitspolitik: was wird kommen?
Bürgerversicherung contra Kopfpauschale
"Bürgerversicherung contra Kopfpauschale" - in der Gesundheitspolitik liegen SPD und CDU/CSU weit auseinander. Eine medizinisch notwendige Versorgung soll auch in Zukunft für alle Menschen garantiert werden - darin sind sich alle Parteien einig. Gestritten wird jedoch über die Finanzierung unseres Gesundheitssystems. Angesichts des demographischen Faktors – unsere Gesellschaft vergreist und verursacht damit immer mehr Kosten - will man die Sozialsysteme konsolidieren. Je nach politischer Couleur... [mehr]
