17.08.2005 - Schnelle Hilfe im Medikamenten-Dschungel

Gut wirksam und trotzdem günstig - was wirkt bei welchen Beschwerden?

Seit Januar 2005 werden rezeptfreie Medikamente von den gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr erstattet. Die Folge ist, dass sich viele ihre Heilmittel auf eigene Rechnung in der Apotheke kaufen. Ob dort dem Kunden immer das preisgünstigste Produkt verkauft werde, bezweifelt Ernst-Albert Meyer. „Von einem Arzneistoff oder einer Heilpflanze gibt es nicht nur ein Medikament, sondern eine Vielzahl oft gleicher Präparate, die sich aber im Preis zum Teil erheblich unterscheiden“, gibt Meyer in dem Ratgeber "Natürliche Medikamente" zu Bedenken. Das Buch erscheint demnächst bei Haug Sachbuch.

Meyer, von Beruf selbst Apotheker, möchte mit seinem Buch den Lesern einen "Einkaufsführer" an die Hand geben, um sich im "Arzneimittel-Dschungel" von schätzungsweise 60.000 auf dem Markt befindlichen Präparaten zurechtzufinden. Im Falle einer Selbstmedikation greifen Verbraucher immer wieder auf naturheilkundliche Medikamente zurück. Diese weisen im Vergleich zu synthetischen weniger Nebenwirkungen auf und können daher ohne größeres Gesundheitsrisiko eingenommen werden. Bei den Therapieempfehlungen zu den einzelnen Krankheitsbildern setzt Meyer aus diesem Grund seinen Schwerpunkt auf pflanzliche und homöopathische sowie Vitamin- und Mineralstoffpräparate ohne jedoch die gängigsten schulmedizinischen Mittel zu vernachlässigen.

Der Autor hat seinen Einkaufsführer so aufgebaut, dass der Leser rasch die für sein Leiden richtigen Medikamente findet. Von akuten Beschwerden wie Durchfall, Blutergüssen, stumpfen Verletzungen oder Sonnenbrand über periodisch auftretende Symptome wie Migräne, Menstruationsschmerzen oder Stress bis hin zu eher saisonalen Beschwerden wie Erkältungen, Heuschnupfen oder der Reisekrankheit schildert Meyer für jedes Krankheitsbild die jeweiligen Abläufe im Körper, die spezifischen Symptome und die geeigneten Medikamente.

Wenn im Frühjahr beispielsweise die Baumpollen von Hasel, Erle, Esche und Birke bei vielen wieder die Nasenschleimhäute und Augen reizen und heftige Niesattacken provozieren, empfiehlt der Apotheker sowohl naturheilkundliche als auch synthetische Präparate. Zur Prophylaxe eigneten sich die Einnahme von dreimal täglich einer Zinktablette, die man auch während der Pollenflugsaison nehmen sollte. Zur lokalen Anwendung gereizter Augen und Nasen könne man, so Meyer, auf synthetische Mono-Präparate mit dem Wirkstoff Levocabastin zurückgreifen, der in Form von Augentropfen oder Nasensprays wirke... [mehr]