News zum Thema: Sexualmedizin

- 14.12.2009 - Trichomonaden: wichtige Ursache einer nicht-gonorrhoischen Urethritis

Trichomoniasis: Übertragung auch durch nicht-gechlortes Bade- und Thermalwasser?

Bei der Trichomoniasis handelt es sich um eine Infektion der Schleimhäute des Urogenitaltrakts, die durch den Flagellaten, Trichomonas (T.) vaginalis, verursacht wird. Die Trichomoniasis ist eine weltweit vorkommende sexuell übertragene Infektion, die eng mit der sexuellen Aktivität korreliert. Daher treten die meisten Infektionen bei Jugendlichen sowie jüngeren Erwachsenen auf. Sie gilt als wichtiger Erreger einer nicht-gonorrhoischen Urethritis.Die Trichomonaden gehören zu den Protozoen. Sie sind... [mehr]

- 02.12.2009 - Wann ist ein Screening auf Herpes genitalis indiziert?

HSV2: Test nur bei Beratungsangebot vor und nach dem Screening sinnvoll

Herpes genitalis, verursacht durch das Herpes-Simplex-Virus 2, ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen (STD) und derzeit wie andere STDs wieder im Anstieg. Die Inkubationszeit beträgt 3 bis 7 Tage. Klinisch äußert sich der primäre Herpes genitalis durch Brennen und Schmerzen, dann Bläschen und herpetiformen Ulzerationen an Labien, Portio und Vagina bzw. Glans penis und Penisschaft. Häufig ist auch die Perianalregion betroffen. Typisch ist zudem ein teilweise beidseitige Beteiligung... [mehr]

- 16.11.2009 - Syphilis in Deutschland

Lues venerea auf dem Vormarsch

Syphilis kam nach der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Oktober des Jahres 1492 mit den Seefahrern nach Europa und breitete sich dann schnell aus. Als eine der Geißeln der Menschheit galt die Syphilis noch im 19. Jahrhundert. Namhafte Syphilitiker der Zeitgeschichte, wie Nietzsche, van Gogh, Chopin und Toulouse-Lautrec, starben an der Folgen der Syphilis unter dem Krankheitsbild der progressiven Paralyse und Tabes dorsalis.Die unter der chemischen Bezeichnung "3,3`-Diamino-4,4`-dioxyarsenobenzol-dichlorhydrat"... [mehr]

- 15.11.2009 - Ulcus molle: seltenes venerisches Reisemitbringsel

Weicher Schanker: In der Differenzialdiagnose genitaler Ulzera berücksichtigen

Ulcus molle (synonym: weicher Schanker, Chancroid) gehört zu den klassischen Geschlechtskrankheiten. Die Infektion ist weltweit verbreitet, kommt aber in Deutschland nur selten vor. Allerdings wurde wiederholt über kleinere Epidemien berichtet. Erkrankungen werden meist bei Tropenrückkehrern oder aber bei Prostituierten diagnostiziert. Ansteckungsquelle sind daher meist auch Prostituierte in Ländern der Dritten Welt. Beim Ulcus molle handelt es sich um eine bakterielle venerische Infektion. Hervorgerufen... [mehr]

- 30.10.2009 - HPV: Infektionen mit humanen Papillomviren

Humanes Papillomavirus: Lästiges Übel mit Entartungsrisiko

Infektionen mit humanen Papillomviren (HPV) werden aufgrund ihrer Übertragung durch sexuelle Kontakte zu den "sexually transmitted diseases" (STD) gerechnet. Aufgrund epidemiologischer Studien nimmt man an, dass heute etwa 20% aller Frauen im Alter von 20 bis 50 Jahren hiervon betroffen sind. HPV, von denen heute mehr als 150 verschiedene Genotypen bekannt sind, verursachen verschiedene Krankheitsbilder an unterschiedlichen Körperstellen. Von besonderer Bedeutung sind hierbei Infektionen des weiblichen... [mehr]

- 23.01.2007 - Therapie der Gonorrhö

Zunehmende Antibiotika-Resistenzen bei Gonokokken

In einer Surveillance der britischen Gesundheitsbehörden (GRASP – The gonococcal resistance to antimicrobials survellance programme) wird seit 6 Jahren die Wirksamkeit verschiedenen Antibiotika bei der Behandlung der Gonorrhoe untersucht. Insgesamt wurden seither ca. 13.000 Isolate getestet. Dabei zeigte sich eine Veränderung der antimikrobiellen Empfindlichkeit, die klinisch bei der Behandlung von Bedeutung ist. [mehr]

- 04.01.2007 - Shigellose: Neue Life Style-Infektion bei Homosexuellen

Infektionen bei homosexuellen Männern

Die Shigellose (bakterielle Ruhr) ist eine weltweit vorkommende, häufige Ursache von Durchfallserkrankungen. Schätzungen gehen von 165 Millionen Erkrankungsfällen mit 1 Million Todesfällen pro Jahr aus. Bislang beschränkte sich die Shigellose auf Gegenden mit schlechten hygienischen Bedingungen. Eine deutliche Zunahme dieser Infektion in den USA weist jedoch auf eine neue epidemiologische Bedeutung dieser Infektion hin. [mehr]

- 20.11.2006 - Hepatitis C-Virus nur selten sexuell übertragen

Immunsystem kann sich dem Angriff weniger Viren erwehren

Nach Schätzungen sind 3% der Weltbevölkerung mit Hepatitis-C-Virus (HCV) infiziert. Weltweit gilt die Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) als eine der häufigsten Ursachen der chronischen Hepatitis, Leberzirrhose und des hepatozellulären Karzinoms. Ausgehend von epidemiologischen Untersuchungen wurde für Deutschland eine Prävalenz der HCV-Infektion von 0,4% errechnet. Damit ist die HCV-Infektion hinsichtlich Morbidität und Mortalität sowie der hierdurch verursachten Kosten von erheblicher Bedeutung.... [mehr]

- 26.09.2006 - HIV-Postexpositions-Prophylaxe: Wann ist sie indiziert?

Empfehlungen aktualisiert

In der Schweiz wurden bereits 1997 Empfehlungen zur HIV-Postexpositionsprophylaxe (PEP) außerhalb des medizinischen Bereichs (non-occupational postexposure prophylaxis (nPEP)) erarbeitet. Diese Empfehlungen umfassten eine akzidentielle Exposition mit Blut oder Genitalsekret, wie zum Beispiel bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr, Sexualverkehr, bei welchem das Kondom wegrutscht oder platzt oder die Verwendung von bereits durch andere benutzte Injektionsmaterialien. Zwar wurde die Wirksamkeit der ... [mehr]

- 05.09.2006 - HIV/ AIDS: Dialog jenseits von Afrika

Jenseits von Afrika? Lessons learned und die Folgerungen für die Therapie von Migranten

Auf mehr als 30 Foren,  Workshops und Diskussionsrunden des 6. Kongresses "HIV im Dialog" im Roten Rathaus Berlin tauschten sich rund 500 Experten, Betroffene und Interessierte zum Thema HIV/AIDS aus. Zahlreiche nationale und internationale Initiativen berichteten über Erfolge und Misserfolge im Kampf gegen HIV/AIDS sowohl in Dritte-Welt-Ländern als auch hierzulande. [mehr]

- 25.07.2006 - Syphilis: die Lustseuche zurück in Deutschland

Syphilis: Zunehmend heterosexuelle Übertragungen

Nach einer Mitteilung des Robert-Koch-Instituts wurden in Deutschland im Jahr 2005 insgesamt 3.210 Erkrankungen an Syphilis gemeldet. Damit blieb die Fallzahl zwar auf dem Niveau des Vorjahres, jedoch deuten Auswertungen der Infektionsfälle auf eine zunehmende Bedeutung der Prostitutionsassoziierten heterosexuellen Übertragungen hin. Besonders auffällig war eine Infektionshäufung im Großraum Aachen, die auf Kontakte mit weiblichen Prostituierten zurückgeführt werden konnte. Seit Beginn dieses Ausbruches,... [mehr]

- 25.07.2006 - Generelle Impfempfehlung für Mädchen gegen humane Papillomviren

Wirksame Prävention des Zervikarzinoms jetzt verfügbar

Als einen Meilenstein in der Krebsprävention wird die Einführung einer Impfung zur Verhinderung des Zervixkarzinoms angesehen, die seit wenigen Wochen zur Verfügung steht.  Das Advisory Committee on Immunization Pratices (ACIP) (vergleichbar der Ständigen Impfkommission (STIKO) in Deutschland) hat am 29.06.2006 eine generelle Impfempfehlung für alle Mädchen im Alter von 11 bis 12 Jahren gegen humane Papillomviren (HPV)  in den USA ausgesprochen. Die Impfserie, bestehend aus 3 Teilimpfungen, kann... [mehr]

- 25.03.2006 - Syphilis: Auffällige Zunahme von Erkrankungen in den USA

Rückkehr einer alten Lustseuche durch das Internet!

Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) weist in einer aktuellen Meldung auf eine Zunahme von Erkrankungszahlen an Syphilis (Lues) in den USA hin. Während im Jahr 2000 mit 2,1 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner die seit dem Beginn der Erfassung im Jahr 1941die niedrigste jemals gemessene Inzidenz beobachtet wurde, kam es bis 2004 zu einem stetigen Anstieg bis auf 2,7/100.000. Von der Zunahme der Erkrankungen waren fast ausschließlich schwarze, nicht-hispanische Männer betroffen. Bei... [mehr]

- 12.02.2006 - Schützt die männliche Circumcision vor HIV?

Beschneidung: Vorteil nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen

Die männliche Circumcision (Beschneidung; Entfernung der Vorhaut) ist in einigen Religionen, wie zum Beispiel bei Juden wie auch Muslimen, obligatorisch und hat eine lange Tradition. So waren zum Beispiel bereits die Mumien in alten Ägypten beschnitten. Auch in den USA wurden Ende der 1970er Jahre noch fast bei 90% aller Neugeborenen eine Circumcision durchgeführt. Verschiedenste Studien zeigen zudem, dass eine Circumcision keine negative Auswirkung auf die Sexualität hat. Gerade die gesundheitlichen... [mehr]

- 19.10.2005 - Infektionen durch humane T-Zellleukämievirus Typ 1 und 2

Ursache virusbedingter Neoplasien oder Myelopathien

Neben dem gut bekannten humanen Immundefizienz-Virus (HIV) kommen beim Menschen noch weitere Retrovirusinfektionen vor, die von medizinischer Bedeutung sind. Unterschieden werden dabei das humane T-Zellleukämievirus Typ I (HTLV-I) und Typ II (HTLV-II). Die Erstisolierung von HTLV-I gelang im Jahr 1980. Beide Retroviren sind Onkogene und stehen in Zusammenhang mit der Ätiopathogenese verschiedener neoplastischer Erkrankungen. Infektionen mit den beiden Erregern sind in Deutschland bislang insgesamt... [mehr]