- 03.03.2010 - Listeriose: ein lebensmittel-hygienisches Problem
Listeriosen: Ursache kann Weichkäse sein
Die Listeriose ist eine bakterielle Infektion. Verursacht wird sie durch Listeria monozytogenes, ein grampositives Stäbchenbakterium, welches ubiquitär vorkommt. Listerien vermehren sich intrazellulär, wodurch sie sich vor der Immunabwehr und der Wirkung von Antibiotika bis zu einem gewissen Grade entziehen können. Die Inzidenz von Listeriosen in Mitteleuropa beträgt etwa 1 bis 10 pro Millionen Einwohner pro Jahr. Etwa ein Drittel der Erkrankungen betrifft Schwangere und Neugeborene.Infektionen ... [mehr]
- 15.01.2010 - Toxoplasmose: gefürchtet ist die konnatale Infektion
Infektionsgefahr durch Verzehr von unzureichend gegartem Fleisch
Die Toxoplasmose ist weltweit verbreitet und gilt als eine häufige zoonotische Infektionskrankheit. Von besonderer Bedeutung ist die Infektion bei Schwangeren sowie immundefizienten Patienten. Im Gegensatz zu Frankreich und Österreich ist ein Screening in der Schwangerschaft nicht vorgeschrieben. Der Erreger, Toxoplasma gondii, gehört zu den Protozoen. Die geschlechtliche Fortpflanzung des Erregers findet nur im Darmepithel von Katzen und anderen Felidae statt, weshalb sie als Endwirt bezeichnet... [mehr]
- 17.11.2009 - Aktinomykose durch Intrauterinpessare
Keime gehören zur normalen Schleimhautoberflächen-Mikroflora
Zu den Aktinomykosen werden eine Reihe verschiedenster klinischer Krankheitsbilder gerechnet, die durch Aktinomyzeten verursacht werden. Klinisch imponieren Aktinomykosen als subakute bis chronisch, granulomatös-eitrige Entzündungen. Diese bakteriellen Infektionen kommen weltweit und ganzjährig vor. Aufgrund biochemischer Eigenschaften lassen sich bei den Aktinomyzeten zwei Gruppen unterscheiden. Hierbei können Aktinomyzeten mit fermentativem von denen mit oxidativem Kohlenhydratstoffwechsel unterschieden... [mehr]
- 10.11.2009 - Pertussis: Frauen mit Kinderwunsch impfen
Keuchhusten: Neue Empfehlungen der Ständigen Impfkommission
Die STIKO am Robert KochRobert Koch-Institut (STIKO) hat vor kurzem ihre Empfehlungen zur Pertussis-Auffrischimpfung überarbeitet. Hintergrund hierfür ist die aktuelle Häufung von Erkrankungsfällen an Pertussis (Keuchhusten) in Deutschland. Anstelle der im Impfkalendar für Kinder im Alter von 5 bis 6 Jahren vorgesehenen Auffrischimpfung Tetanus und Diphtherie (Td) wird jetzt eine Kombinationsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis (TdaP) empfohlen. Weiterhin soll dann die nächste Booster-Impfung... [mehr]
- 10.11.2009 - Parvovirus B19-Infektion: Weiterhin weltweite Gefahr für den Fetus
Ringelröteln: Gefahr für den Fetus in der Schwangerschaft
Erythema infectiosum (synonym: Ringelröteln), verursacht durch das humane Parvovirus B19 (B19), ist durch ein Exanthem, grippale Symptomatik, Polyarthralgien bzw. Polyarthritis und/oder Lymphadenopathie charakterisiert. Die Morphologie des Exanthems reicht von typisch girlandenförmig oder retikulär bis zu eher rubelliformer oder morbilliformer Konfiguration. Der Gelenkbefall ist symmetrisch und betrifft insbesondere die kleinen Gelenke. Die Inkubationszeit beträgt 7 bis 12 Tage. Am häufigsten wird... [mehr]
- 08.11.2009 - Chlamydien-Urethritis: Lustseuche mit Komplikationen
Ping-Pong-Infektionen durch Mitbehandlung des Sexualpartners vermeiden
Chlamydia trachomatis, ein zu den Bakterien gehörender Erreger, verursacht die nicht-gonorrhoische Urethritis (NGU), die als die häufigste sexuell übertragene Infektion gilt. Die Zahl der NGU-Fälle hat in den letzten Jahren wieder weltweit zugenommen. Wie auch bei anderen venerischen Infektionen, insbesondere der Syphilis, wird auch bei der NGU in Deutschland ein steigender Trend beobachtet. Dabei kommen auch Koinfektionen mit anderen Geschlechtskrankheiten vor. Vor allem muss eine Gonorrhoe als... [mehr]
- 06.10.2007 - Cytomegalievirus-Infektion in der Schwangerschaft
Häufigste infektiöse Ursache kongenitaler Schädigungen
Das Cytomegalievirus (CMV) gehört weltweit zu den häufigsten Ursachen für kongenitale Infektionen mit kindlicher Schädigung. Beim Vollbild der kongenitalen CMV-Infektion kommt es zu Mikroenzephalie, Meningoenzephalitis, intrakraniellen Verkalkungen, Hepatosplenomegalie, Ikterus, Chorioretinitis und einer hämorrhagischen Diathese. Man geht davon aus, dass abhängig von der Population 0,7 bis 4,0% seronegativer Frauen während der Schwangerschaft eine CMV-Primärinfektion durchmachen. Das Risiko für ... [mehr]
- 04.12.2006 - Sind Impfungen in der Schwangerschaft möglich?
Impfungen und Schwangerschaft: Was beachtet werden muss
Grundsätzlich sollte angestrebt werden, bei Frauen mit Kinderwunsch, alle erforderlichen Schutzimpfungen rechtzeitig vor einer Schwangerschaft durchzuführen. Dies verhindert zum einen eine Gefährdung des Kindes vor einer konnatalen Infektion, andererseits erwirbt das Neugeborene über den diaplazentären Transfer von spezifischen IgG-Antikörpern die so wichtige Leihimmunität für die ersten Lebensmonate. Seit wenigen Jahren werden zur Prävention des konnatalen Varizellen-Syndroms sowie der neonatalen... [mehr]
- 04.10.2006 - Rezidivierende Zystitis
Persistieren die Bakterien im Blasenepithel?
Als Ursache für rezidivierende Infektionen der weiblichen Harnblase wurden bislang meist iatrogene Ursachen angeschuldigt. So wurde der Intestinaltrakt und die Vagina als Reservoir angesehen, was bedeutete, dass die Keime, insbesondere E. coli, mitunter durch falsche Hygienepraktiken in die Blase gelangten. Neue Untersuchungen (Mysorekar IU et al.: Mechanisms of uropathogenic Escherichia coli persistence and eradication from the urinary tract. Proc Natl Acad Sci USA 103:14170-14175 (2006)) belegen... [mehr]
- 30.08.2006 - Feldmäuse, Hamster, Meerschweinchen: Potentielle Überträger des LCMV-Virus
Interview zum Thema Lymphozytäres Choriomeningitisvirus: Keine Nagetiere als Haustiere in der Schwangerschaft ohne tierärztliche Undenklichkeitsbescheinigung
Durch die in den USA aufgetretenen Todesfälle in Folge der Übertragung von Organen eines an mit dem lymphozytären Choriomeningitisvirus (LCMV)-infizierten Organspenders, ist eine Infektion in das Interesse der Medien gerückt, die bislang nur wenig bekannt war. Wir befragten hierzu den Würzburger Mikrobiologen, Prof. Dr. Tino F. Schwarz, Zentrallabor des Krankenhauses der Stiftung Juliusspital:Handelt es sich bei den LCMV-Infektionen im Rahmen von Organtransplantationen um Ereignisse, mit denen ... [mehr]
- 02.01.2006 - Schwangerschaft - die medizinische Enzyklopädie - Medizin und Gesundheit im Internet - Infografik
- 11.08.2005 - Q-Fieber auch in Deutschland
Q-Fieber: Bisher unterschätzte Bedeutung für Schwangere
Q-Fieber steht auch der Liste möglicher Krankheiten mit bioterroristischen Potential, wie auch Pocken oder Milzbrand. Als Infektionsträger kommen wahrscheinlich Schafe und Ziegen in Frage. Nun meldete gestern das Health State Department von Colorado 13 humane Erkrankungsfälle, einschließlich 6 Fälle in Weld County.Das durch Coxiella burnetti verursachte Q-Fieber ist eine weltweit vorkommende Zoonose. In Deutschland tritt Q-Fieber am häufigsten in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordhein-Westfalen,... [mehr]
- 30.06.2005 - Impfung schützt vor persistierender HPV-16/18-Infektion
Impfstoffe: geplante Zulassung im Jahr 2007
Ergebnisse von Phase-II-Studien mit einem rekombinanten HPV-16/18- sowie HPV-6/11/16/18-Impfstoff belegen eine ausgezeichnete Protektion von 89 bis 100%. Da neben der Wirksamkeit die Verträglichkeit der beiden Impfstoffs ebenfalls sehr gut war, dürfte der geplanten Zulassung im Jahr 2007 nichts entgegen stehen. Seit den grundlegenden Arbeiten Ende der 1970er Jahre, die eine Assoziation zwischen dem Zervixkarzinom und humanen Papillomviren postulierten, wird an der Entwicklung einer prophylaktischen... [mehr]
- 08.06.2005 - Röteln-Embryopathie: Impflücken schließen
Die Infektion mit dem Rötelnvirus in der Frühschwangerschaft kann zu schweren Schädigungen beim Fetus führen
Aktuelle Röteln-Ausbrüche werden derzeit bei Impf-Gegnern in den Niederlanden gemeldet. Etwa 300.000 Menschen leben im so genannten "Bibel-Gürtel" in den Niederlanden, die sich Impfungen aus religiösen Gründen verweigern. In der Vergangenheit gab es in Holland immer wieder Ausbrüche, die durch eine Impfung hätten verhindert werden können, wie zum Beispiel von Masern in der Jahren 1999 und 2000.Die Infektion mit dem Rötelnvirus in der Frühschwangerschaft kann zu schweren Schädigungen beim Fetus ... [mehr]
- 27.05.2005 - Lymphozytäres Choriomeningitis-Virus (LCMV) nach Organ-Transplantation
Hamster: Überträger eines gefährlichen Virus - Lymphozytäres Choriomeningitis-Virus (LCMV): Konnatale Schädigungen sind möglich
Das CDC (Centers for Disease Control and Prevention) berichtete von Infektionen mit lymphozytärem Choriomeningitis-Virus (LCMV) infolge einer Organ-Transplantion bei 4 Patienten in Rhode Island (Massachusetts).Das lymphozytäre Choriomeningitis-Virus ist ein in der ärztlichen Praxis wenig bekannter Erreger, der Schädigungen des Fetus verursachen kann. LCMV, ein zu den Arenaviridae gehörender Erreger, verursacht eine Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). Als tierisches Reservoir und Übertrager... [mehr]



